Artikelarchiv des Ministers Antoniadis

24.11.2016
Antoniadis: „Wissenstransfer zwischen Grenzregionen eine WIN WIN- Situation“

Kooperation zwischen Österreich und der DG

Mitte Oktober besuchte Minister Antonios Antoniadis (SP) in Österreich mehrere politische Entscheidungsträger und Einrichtungen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich. Die häusliche Hilfe, die Pflege und Betreuung von Senioren sowie die Herausforderungen des demografischen Wandels standen im Fokus des Auslandsaufenthaltes, bei dem die bereits bestehende grenzüberschreitende Kooperation mit der Alpenrepublik vertieft wurde.

 

Da die DG durch ihre überschaubare Größe schnell an ihre finanziellen und personellen Grenzen stößt, ist es für uns besonders wichtig, über den eigenen Tellerrand zu blicken und grenzüberschreitende Kooperationen zu pflegen. Wir können auf die Vorarbeit anderer Regionen aufbauen und auf diese Weise Lösungswege verkürzen,“ sagte Antoniadis.

Während drei Tagen besuchte der Minister die Bundesländer Niederösterreich, Wien und Kärnten und traf dort auf zahlreiche politische Akteure und Vertreter von Einrichtungen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich.

Neben einem Krankenhaus und mehreren Alten- und Pflegewohnheimen besuchte der Minister ebenfalls ein innovatives Seniorenheim-Projekt. Dabei handelt es sich um ein Seniorenheim mit integrierter Kinderkrippe. „Dieses Projekt verbindet Jung und Alt und schlägt auf diese Weise eine Generationsbrücke,“ so Antoniadis.

Generationsübergreifend war außerdem ein Wohnprojekt im häuslichen Kontext. Mehrere Mietparteien unterschiedlichen Alters leben in einem Wohnkomplex mit gemeinsamen Begegnungsräumen.

Im Rahmen des Besuchs fanden eine Reihe interessanter Fachgespräche unter anderem mit den niederösterreichischen Ministern Schwarz und Wilfing und der Vizeministerpräsidentin Mikl-Leitner statt. Außerdem traf er den Ministerpräsidenten Kärntens Peter Kaiser und die Vizeministerpräsidentin Beate Prettner sowie den Bundesinnenminister Sobotka.

Antoniadis & Sobotka

Sozialminister Antoniadis mit Österreichs Bundesinnenminister Wolfgang Sobotka.

Die Themen?

Vom Ausbau der häuslichen Hilfe, über die Betreuung und Pflege von Senioren bis hin zu den Herausforderungen des demografischen Wandels und der Migration und Integration. Die ganze Bandbreite der Themen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich wurde besprochen und Möglichkeiten der Kooperation erörtert.

In einigen Bereichen besteht bereits eine Zusammenarbeit der DG mit Österreich. Wie zum Beispiel bei der Ausarbeitung und Umsetzung einer Demenzstrategie. Die DG wird ihre eigene Strategie Anfang 2017 dem Parlament und der Öffentlichkeit vorstellen. Im Rahmen der Gespräche wurde über die Netzwerk- und über die Öffentlichkeitsarbeit im Umgang mit Demenz ausgetauscht.

Niederösterreich erstellt derzeit ebenfalls eine eigene Demenzstrategie.

Durch die Zusammenarbeit mit unseren österreichischen Partnern können beide Seiten auf das Fachwissen und die Erfahrungen des jeweils anderen zurückgreifen. In naher Zukunft wird zum Beispiel der Austausch zwischen Experten Niederösterreichs, Kärntens und Ostbelgiens verfolgt und sogar intensiviert. Denn für Österreich hat auch die DG in einigen Bereichen absoluten Modellcharakter. So ist dieser gegenseitige Erfahrungsaustausch für beide Seiten eine Bereicherung,“ teilte der Minister abschließend mit.