Artikelarchiv des Ministers Antoniadis

25.10.2016

Faire Woche „Alles Plastik- Alles gut ?“

Vom 5. bis zum 15. Oktober fand die Woche des Fairen Handels statt. Und auch bei uns in Ostbelgien waren wieder viele haupt- und ehrenamtlichen Akteure unterwegs, um die Bevölkerung mit gezielten Aktionen für mehr Umwelt- und Konsumbewusstsein zu sensibilisieren.

„Alles Plastik- Alles gut?“  – so lautete der diesjährige Slogan zur Woche des fairen Handels in der Deutschsprachigen Gemeinschaft . Doch worum geht’s?

Der Titel verrät es eigentlich schon: Es geht in erster Linie um die Vermeidung von Plastikmüll. Denn Jahr für Jahr werden weltweit Millionen Tonnen an Plastik verarbeitet. Der Konsumanstieg scheint keine Grenzen zu kennen.

Mit dem Verbrauch steigt jedoch auch die Menge Müll, die wieder zurück in unsere Umwelt gelangt. 8 Millionen Tonnen Plastikmüll sind 2010 in die Ozeane gelangt!

Mit verheerenden Folgen. Denn der Plastikmüll wird von Meerestieren häufig mit Nahrung vertauscht. So kommt es, dass Kunststoffe, denen gegebenenfalls giftige oder krebserregende Chemikalien anhaften, durch Tiere aufgenommen werden.  Abertausende von ihnen verenden meist qualvoll. Zudem kommt es nicht selten vor, dass sich Tiere in Plastikmüll verfangen. Delfine die in alten Fischernetzen sterben oder Schildkröten, die durch Plastikmüll stranguliert werden, sind keine Seltenheit. Doch nicht nur in den Meeren und Ozeanen lässt sich eine Vermüllung beobachten. Auch in unserer Gegend trifft man vielerorts alte Plastikflaschen oder -tüten am Straßengraben.

Diesem Missstand haben sich die Weltläden der Deutschsprachigen Gemeinschaft verschrieben. Im Rahmen der Fairen Woche wurden in den Weltläden daher Jutebeutel verteilt, die als ökologische Alternative zur Plastiktüte dienen.

Abgesehen vom Plastikmüll stand natürlich auch der faire Handel allgemein im Fokus der Aktionen. Durch angemessene Preise für Produkte aus Entwicklungsländern wird dazu beigetragen, dass die Produzenten und Produzentinnen von ihrer Arbeit leben können und dass nicht lediglich der Endverkäufer am Produkt verdient. Durch den fairen Handel werden Mindestpreise gesichert, welche unabhängig von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt sind.

„Aber der Weltladen und die ganze Steuerungsgruppe um den Weltladen herum planen weitaus mehr: Sie hattenen Restaurants, die sich an der Aktion beteiligten und während der fairen Woche, faire Menüs anboten. Es gab ein faires Frühstück in mehreren Gemeinden, so zum Beispiel in Eupen oder Weywertz, und es gab auch Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Projekten und Aktivitäten rund um den fairen Handel“, erklärte der für Entwicklungszusammenarbeit zuständige Minister Antoniadis.

Wie jedes Jahr unterstützte die Regierung der DG erneut die hiesigen Weltläden und Akteure bei der Ausführung der Fairen Woche. Zum Auftakt hatte der zuständige Minister zu einem fairen Frühstück geladen.