Artikelarchiv des Ministers Antoniadis

01.08.2016
Antoniadis empfängt Prévot in Eupen

Kernspintomograph für das Eupener Sankt Nikolaus-Hospital

Auf Einladung des Gesundheitsministers Antonios Antoniadis (SP) fand diese Woche eine Arbeitssitzung mit seinem wallonischen Ministerkollegen Maxime Prévot (CdH) statt. Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen zu den Themen Integration, Kindergeld, Pflegeversicherung und Kernspintomograph überraschte Antoniadis seinen Amtskollegen mit einem kleinen Gastgeschenk.

Für viele hat die Sommerpause schon begonnen. Auch der politische Betrieb wird in Kürze zeitweilig etwas ruhen. Bis es jedoch so weit ist, sind noch einige wichtige Vorhaben umzusetzen und Dossiers zu verabschieden“, sagte Antoniadis, für den das Arbeitstreffen genau zum richtigen Zeitpunkt stattfand. „Die Zusammenarbeit mit Maxime Prévot ist eng und konstruktiv“.

In der Vergangenheit hat Antoniadis mit Prévot mehrere Verhandlungen geführt, um einen Kernspintomographen (MRT) ins Sankt Nikolaus-Hospital zu bringen. Beide Seiten vereinbarten nun die juristische Formel und unterzeichneten ein entsprechendes Protokoll. „Der Weg für ein MRT-Gerät ist frei. Nun gilt es, nach Rückmeldung von Gesundheitsministerin Maggie de Block, eine Reihe von administrativen Hürden zu nehmen. Bis der Kernspintomograph aber endgültig geliefert und in Betrieb genommen werden kann, werden wohl noch einige Monate vergehen“, so Antoniadis im Nachgang der Verhandlungen.

Auch das Thema Pflegeversicherung war Gegenstand der Diskussionen. Minister Prévot teilte mit, dass die Wallonische Region nicht – wie ursprünglich vorgesehen - am 1. Januar 2017 einführen wird, da die Einrichtung einer Pflegeversicherung sehr technisch und hoch komplex ist. Ein neues Datum ist bisher nicht bekannt. Minister Antoniadis vereinbarte mit Prévot, dass die Ergebnisse der DG-Studie zur Pflegeversicherung abgewartet werden, bevor eine mögliche Anbindung an das wallonische System besprochen wird. Dadurch kann sich die DG durchaus im Laufe des Jahres 2017 immer noch der wallonischen Pflegeversicherung anschließen. „Zeitdruck besteht erst mal nicht laut Prévot und die Zeit wird die Regierung sich nehmen, da schließlich eine Pflegeversicherung von der Bevölkerung mitfinanziert wird und nachhaltig zu einer Verbesserung der Versorgung in der Seniorenbetreuung und –pflege führen soll. Ein zweites Debakel wie mit den grünen Zertifikaten möchte ich den Ostbelgiern ersparen“, so Minister Antoniadis.

Bei dem Arbeitstreffen verständigten sich die beiden Minister zudem auf eine gemeinsame Vorgehensweise in anderen Bereichen. So zum Beispiel bei der Integration von Migranten. „Die Umsetzungsarbeiten für einen Integrationsparcours in der DG sind in vollem Gange. Selbstverständlich werden wir bei diesem langen Prozess auch auf Hindernisse stoßen. Diese möchten wir gemeinsam mit unseren wallonischen Partner ganz pragmatisch beiseiteschieben“, verriet der Minister. Vor diesem Hintergrund soll künftig zweimal pro Jahr ein Austausch zwischen der DG und der Wallonischen Region stattfinden.

Im Bereich des Kindergeldes möchte die DG mit der Wallonischen Region und der Region Brüssel-Hauptstadt ein gemeinsames Kataster errichten, um einen vereinfachten Datenaustausch zur Auszahlung des Kindergeldes zu ermöglichen. „Hierdurch wird gewährleistet, dass es bei einem Umzug von einer Person in eine andere Gemeinschaft keine Zahlungsschwierigkeiten gibt oder andere, unerwartete Probleme auftreten.“

Zum Abschluss überreichte Minister Antoniadis seinem Amtskollegen aus Namur noch ein kleines Gastgeschenk (einen Fahrradhelm, s. Foto) und gab ihm einen ganz praktischen Hinweis mit auf den Heimweg: „Als Gesundheitsminister empfehle ich meinem Kollegen, auch auf seine Gesundheit zu achten. Vor allem dann, wenn er sich wie letzte Woche notgedrungen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ohne Helm aufs Fahrrad schwingt“, so Antoniadis zu dem sichtlich erfreuten Minister Prévot, der zur Einweihung der neuen Ravelstrecke zwischen Waismes und Sankt Vith spontan auf den Sattel gesprungen ist.