06.02.2017
Interministerielle Konferenz „Unterricht“ tagte in Eupen

Belgische Bildungsminister im Dialog

Eupen – Auf Einladung von Harald Mollers, Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung, trafen sich Ende Januar die Bildungsminister der drei Gemeinschaften Belgiens zur Interministeriellen Konferenz „Bildung“ in Eupen.  Im Fokus stand der Austausch von Strategien zu bildungspolitischen Themen und grundlegenden Unterrichtsfragen.

Unter dem Vorsitz von Minister Harald Mollers fand die Konferenz am Sitz der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen statt. Die Tagesordnung des Treffens an der Klötzerbahn hatten die drei Bildungsminister Hilde Crevits, Marie-Martine Schyns und Harald Mollers zuvor gemeinsam erstellt.

Die drei Bildungsminister Ein wichtiges Thema der Interministeriellen Konferenz war die Beratung zur weiteren Vorgehensweise bei der Förderung des Lehreraustauschs zwischen den drei Gemeinschaften. Der Fremdsprachenunterricht mit ‚Native Speakern‘ (mit Muttersprachlern) kann wesentlich dazu beitragen, die Fremdsprachkentnisse bei Schülern zu fördern. 2015 schlossen die drei Sprachgemeinschaften des Landes hierzu bereits ein Abkommen, das jedoch bisher keinen Erfolg hatte. Um Schulleiter und Lehrer nochmals auf die mit dem Abkommen verbundenen Möglichkeiten des Lehreraustauschs aufmerksam zu machen und sie mit Blick auf das kommende Schuljahr zu einer solchen Erfahrung zu ermuntern, unterschrieben die drei Bildungsminister bei ihrem Treffen ein Rundschreiben, das landesweit an alle Pädagogen verschickt wird.

Auf der Konferenz der drei Bildungsminister wurde außerdem über die verschiedenen Ansätze im Kampf gegen Radikalisierung in der schulischen Umgebung, über den Umgang mit der inklusiven Beschulung und über aktuelle und künftige Reformvorhaben in den drei Landesteilen ausgetauscht. Zum Thema „Taktung des Schuljahres“ gab es einen Meinungsaustausch auf politischer Ebene.