13.01.2017
Erfolgreiche Veranstaltungsreihe im Herbst

No hate speech – gegen Hetze im Netz

Die Forschungsabteilung GrenzGeschichteDG an der AHS, das Medienzentrum und weitere Partnerorganisationen aus Kultur, Soziales und Medien haben gemeinsam den Bedarf festgestellt, gegen Hetze in den neuen Medien, dem sogenannten “Hate Speech“, anzugehen.

Hassreden in den sozialen Medien zielen bewusst darauf ab, bestimmte Menschen oder Menschengruppen abzuwerten oder sie verbal anzugreifen. Oft sind diese Kommentare rassistisch, antisemitisch oder sexistisch. Dabei ist wichtig, dass die Bürger*innen um dieses recht neue Phänomen wissen, gestärkt werden, um aktiv dagegen anzugehen und sich für Toleranz und Respekt einsetzen zu können.

Aus diesem Grund haben GrenzGeschichteDG und das Medienzentrum im vergangenen Herbst während zwei Monaten und mit fünf verschiedenen Veranstaltungen einen Themenschwerpunkt erfolgreich organisiert.

Flyer No hate speechNeben einem Bildungstag für alle interessierten Menschen in St. Vith fanden Angebote in verschiedenen Sekundarschulen, eine Lehrerfortbildung sowie ein Fachtag für regionale Medienmacher*innen statt. Dabei wurden bewusst unterschiedliche Veranstaltungsformate (Fortbildung, Tagung, Workshops, Konzert...) gewählt, um so möglichst viele Bürger*innen zu erreichen.

Der Schwerpunktherbst richtete sich dabei bewusst an verschiedene Zielgruppen. So gab es einen Konzertabend für junge Menschen in Kooperation mit ArsVitha. Der öffentliche Bildungstag war mit Hilfe der Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben inklusiv gestaltet worden. Auch mit einer Förderschulklasse wurde ein tolles Resultat erarbeitet: Nach intensiver Beschäftigung mit „Respekt im Netz“ haben die Schüler*innen des ZFP einen alten Zigarettenautomaten in eine Respektmaschine umgestaltet. Der Automat wird im Rahmen der Scenario-Theatertage im Alten Schlachthof Eupen zu sehen sein.

Insgesamt haben rund 250 Personen aus verschiedenen Zielgruppen im Oktober und November 2016 die Angebote konkret wahrgenommen. Die Personenzahl, die durch eine starke Präsenz des Themas in den Medien erreicht wurde, ist sicherlich um eine Vielzahl höher. Somit ist das gesteckte Ziel, für das Thema „No Hate speech“ zu sensibilisieren und hilfreiches Handwerkzeug gegen Vorurteile und Diskriminierung an die Hand zu geben, bereits erreicht worden.

No hate speech – gegen Hetze im Netz, das wird dennoch weiterhin ein aktuelles Thema sein. Deshalb sind im Jahr 2017 weitere Angebote in Planung.

Der Schwerpunktherbst war Teil des Aktionsprogramms „Interkultureller Dialog“ der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und des Jugendstrategieplans. Die EU-Kommission hat bereits 2012 eine Initiative zu No hate speech initiiert und betont auch heute noch die Wichtigkeit des Themas.