14.12.2016
Erste DG-Ergebnisse liegen vor

PISA 2015

Alle drei Jahre werden Schüler im Alter von 15 Jahren im Rahmen des weltweit größten Schulleistungstests PISA auf ihre Kenntnissen in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Lesen getestet.  Bei der jüngsten PISA-Erhebung 2015 nahmen mehr als eine halbe Million Schüler in 72 Ländern und Regionen teil. Schwerpunkt waren die Naturwissenschaften. Die Ergebnisse wurden am 6. Dezember in Anwesenheit von Bildungsminister Harald Mollers der Presse vorgestellt.

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft nahmen alle Sekundarschulen mit insgesamt 382 von 779 Schülerinnen und Schülern aus dem Geburtenjahrgang 1999 am PISA-Test teil. Neu war, dass die Testaufgaben komplett computerbasiert durchgeführt wurden.

Insgesamt schneiden die ostbelgischen Schüler bei der jüngsten Studie in allen drei Teilbereichen gut ab: Sowohl in Naturwissenschaften als auch in Mathematik und Lesen liegen ihre Ergebnisse über dem OECD-Durchschnitt.

Im  belgischen Vergleich liegt die DG im Mittelfeld zwischen der Flämischen Gemeinschaft, die besser abschneidet, und der Französischen Gemeinschaft, die etwa im Durchschnitt der OECD-Länder liegt.


Interessante Botschaften finden sich auch jenseits des Fächer-Rankings. So konnte festgestellt werden, dass der Schulrückstand in Ostbelgien, der sich aktuell immer noch auf 36,6 Prozent beläuft, erneut leicht zurückgeht.

Außerdem wurde festgestellt, dass es an ostbelgischen Schulen zwar relativ wenige Schüler mit großen Schwierigkeiten in Naturwissenschaften gibt, dass aber auch die Anzahl an Schülern mit Spitzenleistungen in diesem Bereich unterdurchschnittlich ist.

Eher schwache Resultate zeigten sich auch bei der Motivation und der Lernfreude  der ostbelgischen Schüler in den Fächern Physik, Chemie und Biologie.

Bei der Bildungsgerechtigkeit, die im Rahmen der PISA-Studie durch den ESCS-Index (Index zum ökonomischen, sozialen und kulturellen Status) errechnet wird, schneidet die DG hervorragend ab.